Artikel zur Vereinsgründung am 19.10.1910  

Am 18.10.1910 erfolgte die Einladung an die Obstbaumbesitzer Brucks. 

Am Mittwoch den 19. Oktober 1910 abends 1/2 8 Uhr im Biichler Saale dahier:
K. Landesinspektor Rebholz lädt ein zum Vortrag

Zeitgemäße Aufgaben und Nutzen eines Obstbauvereins

Die weitere Vereinsgeschichte

Bei der Gründung des Vereins als „Gartenbauverein“ im Oktober des Jahres 1910 und insbesondere natürlich während des 1. Weltkrieges und in den Jahren danach steht sicher der Nützlichkeitsgedanke, also die Eigennutzung von Obst und Gemüse im Vordergrund. Leider sind, wie in vielen Vereinen, die Unterlagen der Vereinschronik in den Kriegswirren verloren gegangen.
Aus den ersten Vereinsjahren ist der Vereinsgründer Hauptlehrer Silverius Sedlmayr als 1. Vorstand bekannt (Im Jahr 1910, 1911 und  1914 genannt). Sedlmayr starb im Jahr 1915.
Im Jahre 1928 hatte das Amt der Hauptlehrer Proskowitz inne. Herr Wahl war zu diesem Zeitpunkt als Kassier tätig. Sein Stellvertreter war Gartenbauinspektor Rothmund. Im Jahre 1926 zählte der Verein 147 Mitglieder, 1928 bereits 162 Personen; der Jahresbeitrag betrug 2 Mark.
Bis zu seinem Tod am 22.2.1928 war der Hauptlehrer Christoph Proskowitz als 1. Vorstand tätig.
Am 14.9.1928 wurde nun Gartenbauinspektor Joseph Rothmund, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Diese Amt behielt er von 1928 bis 1951 bei (später Gartenbauoberinspektor). Zum 2. Vorstand wurde 1928 Herr Wahl berufen.

Ab 1952 finden sich dann in der Vereinschronik wieder Aufzeichnungen. Der 1. Vorsitzende ist der Hauptlehrer Josef Aschauer.

So hat der Verein 1952 193 Mitglieder und im Jahre 1954 wird der Vereinsname in „Obst- und Gartenbauverein Fürstenfeldbruck e.V.“ geändert. Während 1956 über 100 Mitglieder für den Verein geworben werden können und der Mitgliederbestand bis 1960 auf 264 Mitglieder ansteigt.

Im Jahr 1957 Josef Aschauer, der zum Ehrenmitglied ernannt wird, den Vorsitz an den Kaufmann Fridolin Brück. Fünf Jahre später wird Karl Stein 2. Schriftführer. In diese Jahr fällt auch der 80.te Geburtstag des lange aktiven Gartenbauoberinspektors a. D. Joseph Rothmund. Er wird besonders geehrt. Er stirbt dann am 14.6.1968 im Alter von 85 Jahren.

Nun tritt nach 14 Jahren der 1. Vorstand Fridolin Brück im Jahr 1969 zurück und der Vorsitz geht kommissarisch an Karl Stein. Bei der Herbstversammlung wird die Löschung aus dem Vereinsregister beschlossen. Der Verein zählt nur noch 170 Mitglieder, Der Jahresbeitrag beträgt 5 DM.

1970 wird der Vereinsname erneut geändert, und zwar in „Blumen- und Gartenfreunde Fürstenfeldbruck“. Damit soll verdeutlicht werden, dass der Verein nicht nur Gartenbesitzern sondern allen Blumenfreunden offen steht und der ursprüngliche Nützlichkeitsgedanke in den Hintergrund gerückt ist. Die Stadt erteilt dem Verein die Genehmigung zur Führung des Brucker Stadtwappens im Vereinsstempel. In diesem Jahr wird Karl Stein nun 1. Vorsitzender. Der Marthabräukeller wird zum Vereinslokal erwählt und löst den bisherigen Versammlungsraum Bichlerbräu ab. Im Folgejahr 1971 feiert man in festlichem Rahmen das 60-jährige Vereinsbestehen. Im nächsten Jahr 1972 wird der Mitgliedsbeitrag auf 7 DM erhöht.

Das 65.te Gründungsjubiläum wird 1976 im “Jugendheim auf der Lände” festlich begangen. Der Mitgliederstand beträgt nun 304 Personen.

Am 8. Mai 1978 stirbt das langjährige Mitglied Luitpold Müller (seit 1919 Mitglied und ehemals 2. Vorstand).

1980 sind 324 Personen Mitglied im Verein. Und im folgenden Jahr 1981 feiert der Verein im “Jungbräusaal” sein 70-jähriges Bestehen.

Bis 1984 steigt der Mitgliederstand kontinuierlich auf 419 Mitglieder.

1986 erhält der Verein die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und beschließt eine Änderung der Satzung. Als Vereinszweck wird nun der Rahmen des Obst- und Gartenbaues die Förderung der Landespflege und des Umweltschutzes zur Erhaltung einer schönen Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit festgelegt. Darüber hinaus fördert der Verein insbesondere die Ortsverschönerung und dient damit der Verschönerung der Heimat, der Heimatpflege und somit der gesamten Landeskultur. In diesem Jahr wurde am 13./14. September das 75-jährige Jubiläum in er Turnhalle des Viscardi-Gymnasiums gefeiert.

Im Jahr 1988 wechselt die Vorstandschaft: Karl Stein übergibt den Vorsitz an den neu gewählten Bodo Olbrich.(Mitglied seit seit 1.5.1982). Karl Stein wurde zum Ehrenmitglied ernannt und verstarb am 4.4.1995. 

1991 wird Helmut Kotzerke zum 2.Vorsitzenden gewählt. Das Amt hatte er bis Juli 2024 inne. In diesem Jahr feierte der Verein im Pfarrsaal St. Bernhard das  80-jährige Jubiläum.

2001 wurde die 90-Jahr-Feier wiederum im Pfarrsaal St. Bernhard abgehalten.

2008 übernahm Wolfgang Wolfgang Hoffmann das Amt des Kassiers von Rudi Heinl.

Im Juli 2011 organisierte die Vorstandschaft eine 100-Jahr-Feier in der Marthabräuhalle. Es kamen zahlreiche Gäste, u.a. der Bürgermeister,

Nach nunmehr 30 Jahren übergab Bodo Olbrich 2018 die Leitung des Vereins an Ulrich Würstle, den Enkel des Hr. Rothmund. In diesem Zuge wurde Bodo Olbrich zum Ehrenmitglied ernannt. Gleichzeitig löste Anita Frustaci Astrid Olbrich nach 31 Jahren als Schriftführerin ab. 

Die im Jahr 2021 fällige Feier zum 110 jährigen Bestehen fiel der Corona Pandemie zum Opfer.

2024 wurde Helmut Kotzerke nach 39 Jahren Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt, und das Amt als 2.Vorsitzender übernahm Michael Aumiller. 

Bei der Hauptversammlung am 2026 wechselt wiederum der Vorstand. Der bisherige 2. Vorstand Michael Aumiller übernimmt den Vorsitz und Ulrich Würstle wechselt zum Amt des 2. Vorsitzenden. 

Trotz nicht unerheblicher Nachwuchsprobleme gelingt es dem Verein mit seinen umfangreichen Aktivitäten, den Mitgliederstand bis heute auf rund 250 Mitglieder zu halten.

Galerie

Ein paar Eindrücke zur 100-Jahr-Feier am 9.7.2011

Tags zuvor wurde ein Baum gepflanzt. 

Es waren einige Vertreter des Stadt neben zahlreichen Vereinsmitgliedern anwesend. 

Ein Klick auf ein Foto zeigt das Bild in Originalgröße.

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